Piercingpflege

Eine wichtige Voraussetzung ist die eigene, momentane Gesundheit. Dein Organismus sollte nicht durch eine bereits bestehende Erkrankung geschwächt sein, Medikamenteneinnahme schließt die Durchführung eines Piercings unter Umständen von vornherein aus.

Beim Piercen wird, um ein Schmuckstück einzusetzen, die Haut mittels einer Kanüle durchstoßen. Dieses sollte unter möglichst sterilen, keimfreien Bedingungen geschehen (Keime – Bakterien, Viren, Pilze). Zu diesem Zweck werden Schmuckstück und Werkzeug vom Piercer vorher sterilisiert. Die dadurch entstehende Wunde stellt jedoch, auch für die Dauer der Abheilung, eine ideale Eintrittspforte für Keime dar. Hieraus ergeben sich folgende, vom Träger zu beachtende Punkte:

  • Von Schwimmbädern, Saunen und Solarien fernhalten. Jeder Besucher hinterlässt an solchen Orten Keime der verschiedensten Art.
  • Dich bei sexuellen Kontakten vor fremden Körperflüssigkeiten zu schützen, auch wenn Dein langjähriger Partner vermeintlich gesund ist, haben diese in einer Wunde keine heilungsfördernde Wirkung.
  • Über den Tag das Berühren des Piercings mit unsauberen Händen vermeiden. So sammelt man sich an unzähligen Türklinken Keime ein und bringt sie so genau an die Stelle, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann.
  • Vorsicht mit Cremes, Sprays und anderen Kosmetika. Sie sind nicht zur Wundbehandlung gedacht und reizen diese unter Umständen erheblich.
  • Vom Einsatz medizinischer, antiseptischer Salben wird von mir persönlich abgeraten, da diese nur über eine begrenzte Wirkungsdauer verfügen. Mit zeitlich nachlassender Wirkung stellt die Salbengrundlage/Fette eine Nahrungsgrundlage für Keime dar.

Wie verhält sich eine Piercingwunde bis zu ihrer Abheilung?

Sehr bald nach dem eigentlichen Stich beginnt die Wundheilung. Dies geht mit verschiedenen Begleiterscheinungen einher, welche von manchen Kunden als besorgniserregend betrachtet werden, aber ganz normal sind.

Da unsere Umwelt und wir selber natürlich alles andere als steril – keimfrei ist, wird die Wunde definitiv mit Keimen konfrontiert, welche ein gesunder Körper mit den, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, bekämpft. Hierbei entsteht ein Wundsekret, welches der Reinigung der Wunde dient. Eine weiterhin vorhandene Rötung weist auf eine verstärkte Durchblutung des Wundgebietes hin, diese ist für die Wundheilung von Nöten.

Was aber, wenn aus dem Wundsekret und Rötung nun doch eine Entzündung hervorgeht? Ist man sich nicht sicher, schaut man noch einmal beim Piercer seines Vertrauens vorbei.

Ich möchte an dieser Stelle niemandem Angst machen, aber von einem voreiligen Entfernen des Schmuckes abraten. So gibt es Keime, welche sich unter Luftabschluss sehr wohl fühlen. Nach Entfernen des Schmuckes verschließt sich die Wunde und der Keim befindet sich unter der Haut. Die Folge wäre ein Abszess, eine abgekapselte Infektion, welcher nur noch chirurgisch zu behandeln wäre.

Die Wunde lässt sich bei Komplikationen besser pflegen, wenn der Schmuck verbleibt. Die Dauer der Wundheilung ist von der Lokalisation des Piercings abhängig, variiert von einigen Tagen, bis zu einigen Monaten.

Zur Wundpflege

Empfehlenswert ist eine 2 x tägliche Pflege, vorzugsweise unter der Dusche, unter zu Hilfenahme einer ph-neutralen Waschlotion oder Seife.
Zunächst werden Sekretbeläge der Wunde vom Schmuck entfernt. Nachher durch Drehen (bei Ringen) noch verbliebenes Wundsekret aus dem Stichkanal entfernt. Anschließendes Spülen mit klarem Wasser, damit keine Seifenreste in der Wunde verbleiben. Die Wunde nachher nicht mit einem Handtuch trocknen, da diese oft sehr keimbelastet sind. Besser ist das Tuch einer Küchenrolle oder das Trocknen an der Luft. Als unterstützendes Antiseptikum empfehle ich Octinisept. Andere Desinfektionsmittel sind häufig zu aggressiv, Färben oder nur in Verdünnung anzuwenden. Octinisept wird direkt aufgebracht und brennt nicht.

Ein Piercing sollte nicht mittels eines Pflasters abgedeckt werden. Dunkel, warm und feucht, sind ideale Bedingungen für viele Keime.

Die Wahl der Kleidung sollte über die Dauer der Heilung wenige mechanische Belastungen, z.B. durch zu enge Hosen, Hosenbünde, etc. auf das Piercing zulassen.
Locker und luftig ist hier die Devise.

Spezielle Pflegehinweise

Bauchnabel:

  • Ersteinsatzschmuck ein Ring aus Titan, in der Regel mit der Schmuckgröße 1,6 x 12/14 mm
  • Diesen vom ersten Tag an während des Duschens drehen, um Wundsekret aus dem Stichkanal zu entfernen.
  • Verwendung einer ph-neutralen Waschlotion
  • 2 x mal tägliche Wundpflege unter zu Hilfenahme von Octinisept
  • Das Piercing keiner mechanischen Belastung durch beengende oder reibende Kleidung aussetzen.
  • Heilungsdauer: 3-6 Monate

Zunge:

  • Ersteinsatzschmuck ein Barbel aus Titan, Schmuckgröße mind. 1,6 x 22 mm, bestückt mit Kugeln in den Größen 5 – und 6 mm
  • über die Heilungsphase kein Genuss von Milchprodukten und Meidung von scharfen Fruchtsäuren
  • Maximal 3 x täglich Spülung mit Listerine oder Meridol (antibakterielle Mundspülung), Achtung: zu häufige Verwendung von Listerine oder Meridol schädigt die natürliche Mundflora und kann die Abheilungszeit u.U. verlängern. Nach dem Rauchen oder kleinern Mahlzeiten ist eine Spülung mit klarem Wasser meiner Meinung nach ausreichend.
  • Zum Abschwellen der Zunge eignen sich kalte Getränke.
  • Heilungsdauer: ca. 3 Wochen

Ober-/Unterlippe/Madonna:

  • Ersteinsatzschmuck ein Labret aus Titan, Schmuckgröße 1,2 oder 1,6 mm
  • 2 x mal tägliche Wundpflege: Reinigung mit einer ph-neutralen Waschlotion und klarem Wasser, danach Octinisept aufsprühen
  • Unterstützende Spülung mit Listerine oder Meridol 3 x täglich möglich, aber nicht unbedingt nötig
  • Heilungsdauer: ca. 3 Monate

Augenbraue:

  • Erstansatzschmuck eine Banana aus Titan, Schmuckgrösse 1,2 oder 1,6 mm
  • 2 x mal tägliche Wundpflege: Reinigung mit einer ph-neutralen Waschlotion und klarem Wasser, dabei leicht auf die Enden der Banana drücken um Wundsekret aus dem Stichkanal zu entfernen, danach Octinisept aufsprühen
  • Heilungsdauer: 2 –3 Monate

Brustwarze:

  • Ersteinsatzschmuckein Ring aus Titan, Schmuckgröße nach Bedarf
  • 2 x mal tägliche Wundpflege: Reinigung mit einer ph-neutralen Waschlotion und klarem Wasser, danach Octinisept aufsprühen
  • Heilungsdauer: 2 –3 Monate

Zur Pflege anderer, spezieller, auch Intimpiercings, erfahrt Ihr Pflegehinweise im zu führenden Beratungsgespräch. Für eventuelle weitere Fragen stehen wir Euch natürlich gern zur Verfügung.

Pinnwand


Horst
Habe mir Tatoo Stechen lassen bei Andreas . Ich bin voll begeistert von mein Tattoo . Die mach...

Adrian
Ich habe bei euch ja nun schon die zweite Arbeit in Arbeit (nach Dirk jetzt bei Anna) und kann euch ...

Jamy
Eine super Galerie habt ihr da seid einen besuch wert!...

Jack
Thank You Mattia for the Great Tattoo, it looks great, we see us again ;-) Greatings from Jack ...

Michael
Schöne Grüße an Mattia,das Tattoo(Mikrofon) sieht Geil aus.Danke dafür bis demnächst :-)))...


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